Georgien

Georgien - Begegnung mit einer jungen Demokratie

Itsik Moshe, Präsident der Handelskammer Israel-Georgien wird einer der wichtigen Gesprächspartner während der Reise nach Georgien sein.
Itsik Moshe, Präsident der Handelskammer Israel-Georgien wird einer der wichtigen Gesprächspartner während der Reise nach Georgien sein.

Die Wahlen in Georgien im Herbst 2016 verändern ein weiteres Mal die politische Landschaft und lassen auf Weiterentwicklung

der parlamentarischen Demokratie hoffen. Dieser Prozess wird mitgetragen durch politische Stiftungen, etwa die Friedrich Naumann-Stiftung für die Freiheit, die seit 2002 in Tiflis ansässig für Georgien und den Südkaukasus zuständig ist.

 

Neben den Beziehungen zu Deutschland interessiert uns als Deutsch-Israelische Gesellschaft besonders die Beziehung Georgien – Israel. 120.000 ehemalige Georgier jüdischen Glaubens sind heute israelische Staatsbürger; die jüdische Gemeinde in Georgien zählt 12.000 Mitglieder; politische und wirtschaftliche Beziehungen sind eng, ablesbar etwa an den Aktivitäten der Handelskammer Israel-Georgien.

 

Eingebettet in die malerische Landschaft zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer entwickelt sich das Land, auch in seiner

Brückenfunktion zwischen Europa und Asien derzeit zu einer gefragten Destination und die Hauptstadt Tiflis mit ihren intellektuellen und Literaten zu einem -noch -exklusiver Hotspot.

 

Der „Balkon Europas“ ist kleiner als Bayern, wurde stets von Nachbarn bedrängt und fühlt sich anhaltend existentiell bedroht. Dennoch formen hartnäckiges Christentum, enthusiastische Aufbruchsstimmung und nicht zuletzt Veröffentlichungen von Vogue bis Welt am Sonntag „Paradies zum Ausschneiden“ oder Frankfurter Allgemeine „Tiflis ist wie Paris ..“ rasant wachsendes Interesse am ..“schönsten Land der Welt“.

Georgien - die unbekannte Schöne zwischen Bergen und Meer

Vortrag in der israelisch-georgischen Handelskammer anlässlich Yom HaShoah
Vortrag in der israelisch-georgischen Handelskammer anlässlich Yom HaShoah

 Der Tischführer muss Sprüche machen. Viele Sprüche. Und zu jedem Spruch trinken die Gäste. Auf das Vaterland. Auf die Gastfreundschaft. Auf die Toten. Auf die Lebenden. Auf das Essen. Auf das Trinken. Der Tischführer muss nüchtern bleiben und beobachtet von interessiert eine unaufhaltsame Fröhlichkeit … Fröhlich sind sie, die Georgier. Und herzlich. Und gastfreundlich. Dass sie außerhalb von Tiflis kaum eine Sprache mit uns teilen – oder wir mit ihnen – wen interessiert’s. Da hilft, siehe oben,  der georgische Wein. Und der georgische Tresterbrand.

 

 

 

Georgien ist das Land der kontrastierenden Reize. Tiflis – eine Stadt die alt aussieht, aber erst vor zweihundert Jahren wieder erbaut wurde. Eine Stadt auf den Mauern großer Festungen. Eine Stadt von einer postsowjetischen Dynamik, wie sie einzigartig ist. Eine Stadt der Künstler, der Lebenskunst – und des Mutes:  mutige gläserne Architektur wirft eine Brücke über den Fluss, ein transparentes Füllhorn zwingt zum Ein-Schreiten und eine Pagode mit vielen Dächern ist nicht durchsichtig, aber das Symbol für Transparenz schlechthin: Im Behördenzentrum erledigt der Bürger alles – vom  Autoanmeldern bis zum Geburtsschein, von der Steuererklärung bis zum Reisepass - und das mit Tages-Garantie.

 

In Zusammenarbeit mit der Karl-Hermann-Flach-stiftung haben wir  jetzt mit einer 17köpfigen Delegation Georgien besucht und ein Land der Wunder entdeckt. Die Fahrt über miserable  Strassen – auch Schönheit hat ihre Mängel – in den Großen Kaukasus ist atemberaubend, das Panorama weit oberhalb der Baumgrenze spektakulär – Essen und Trinken ganz anders, der Besuch der Höhlenstadt Vardzia eröffnet überraschende Perspektiven.

 

Am eindrücklichsten  jedoch ist die Hinwendung zu Europa, die enthusiastischer nicht sein könnte.  Seit März 2017 können Georgier visafrei in den Schengen-Raum einreisen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt flaggte jedes zweite Haus die Europa-Fahne. Das  Deutsch-Georgische Jahr hat begonnen – eine flächendeckende Kulturveranstaltung. Der Länderschwerpunkt der internationalen Frankfurter Buchmesse 2018 wird Georgien heißen.  Autoren wie Nino Haratischwili machen das Land  für uns attraktiv. Deshalb waren wir dort. Deshalb reisen wir im nächsten Jahr erneut nach Tiflis. Der georgische Traum hat begonnen. Und damit ist nicht (nur) die Regierungspartei gemeint.

Shana Tova


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